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Bevor Sie Ihre Behandlung beginnen, sollten Sie alle relevanten Punkte mit Ihrem*Ihrer Ärzt*in besprechen. Stellen Sie mit unserer Unterstützung sicher, gut vorbereitet zu sein, und erhalten Sie hilfreiche Anregungen für Ihren Behandlungsstart.

Inhaltsverzeichnis:

Vor Behandlungsbeginn: Was noch zu klären ist

Wie kann die Behandlung helfen?

Tipps für Ihr Arztgespräch

Eine ältere Frau sitzt an einem Tisch, vor ihr einige Unterlagen und ein Laptop.
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Eine ältere Frau steht einer Ärztin gegenüber.
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Ihr*e Ärzt*in hat gemeinsam mit Ihnen entschieden, Kisqali als Teil des Therapieplans für Ihre Brustkrebserkrankung einzusetzen. Vor dem Beginn Ihrer Behandlung sollten Sie Ihr Behandlungsteam informieren, wenn Sie eines der folgenden Symptome bzw. eines der folgenden gesundheitlichen Probleme haben:

  • Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund aufgrund einer Infektion (mögliche Hinweise auf einen Mangel an weißen Blutkörperchen)
  • Probleme mit der Leber oder eine Lebererkrankung in der Vergangenheit
  • Herzrhythmusstörungen oder andere Herzprobleme (aktuell oder in der Vergangenheit)
  • Allergien gegen die Bestandteile des Medikaments wie den Wirkstoff Ribociclib, Erdnuss oder Soja – in diesem Fall darf Kisqali nicht eingenommen werden1

Falls Ihr*e Ärzt*in die Behandlung anpasst oder Sie anweist, die Behandlung mit Kisqali vorübergehend auszusetzen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Ändern Sie die Dosis nicht eigenmächtig.
  • Führen Sie die Antihormontherapie weiterhin fort
  • Führen Sie auch die Therapie mit einem LHRH-Agonisten fort, falls Ihnen diese verordnet wurde.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unsicherheiten und bei allem, was Sie in Zusammenhang mit Ihrer Brustkrebstherapie beschäftigt, an Ihre Ärzt*innen. 

Befolgen Sie immer vorrangig deren Anweisungen. Die Therapieentscheidungen beruhen auf Ihrer individuellen medizinischen Situation, während auf dieser Seite allgemeine Informationen abgebildet sind. 

UNTERSUCHUNGEN VOR BEHANDLUNGSSTART

Um einen besseren Eindruck von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand zu erhalten, wird Ihr*e Ärzt*in vor Beginn Ihrer Therapie verschiedene Untersuchungen durchführen. Auch im Verlaufe der Behandlung erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Folgende Untersuchungen sollten vor Therapiebeginn erfolgen:1

Blutuntersuchungen: 
Großes Blutbild einschließlich Neutrophilenzahl, Überprüfung der Leberwerte (Leberfunktionstests), Serumelektrolyte (einschließlich Kalium, Calcium, Phosphat und Magnesium) und, falls erforderlich, Kreatinin-Messung (zur Beurteilung der Nierenfunktion)

Icon mit einem Bluttropfen.

Elektrokardiogramm (EKG)
Überprüfung des Rhythmus und der elektrischen Aktivität des Herzens

Icon mit einem Herz und einer EKG-Linie.

Ihr*e Ärzt*in wird entscheiden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.

Gehen Sie regelmäßig zur Kontrolle!

Die zielgerichtete Therapie mit dem Medikament wird in Kombination mit der Antihormontherapie über einen Zeitraum von drei Jahren eingenommen. Die Antihormontherapie erfolgt insgesamt über einen Zeitraum von fünf Jahren oder länger.1,2 Gerade deshalb ist es wichtig, die regelmäßigen Kontrolltermine wahrzunehmen. So lässt sich genau verfolgen, wie gut die Therapie wirkt und ob unter Umständen Nebenwirkungen auftreten, die keine offensichtlichen Symptome verursachen.

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Eine ältere Frau steht an einem Strand.
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Für die Therapie Ihrer Krebserkrankung wurde ein Behandlungsplan entwickelt, der verschiedene Arten von Behandlungen miteinander kombiniert. Jede dieser Behandlungen spielt eine gleichermaßen wichtige Rolle für das Gesamtziel Ihrer Therapie: den Krebs zu bekämpfen und das Risiko für einen Rückfall zu reduzieren. Die Therapie mit Kisqali ist eine der Komponenten Ihres Behandlungsplans.

Es handelt sich um eine sogenannte zielgerichtete Therapie, nicht um eine Chemotherapie. Im Gegensatz zur Chemotherapie, die sowohl normale als auch Krebszellen angreift, ist die zielgerichtete Therapie darauf ausgerichtet, vor allem das Wachstum von Krebszellen zu verhindern. Das Medikament wird gemeinsam mit einer Antihormontherapie in Form eines sogenannten Aromatasehemmer angewendet.1

Icon mit Schriftzug „info“ in einer Sprechblase.

BEI WEM WIRD DAS MEDIKAMENT EINGESETZT?

Die Behandlung wird bei Patientinnen und Patienten mit frühem Brustkrebs (Stadium II oder III; d. h. mit oder ohne Befall der nahe gelegenen Lymphknoten, aber ohne Metastasen außerhalb der Brust) angewendet, die bereits eine Operation oder eine andere anfängliche Therapie wie Bestrahlung und/oder Chemotherapie erhalten haben. Daneben müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:1

  1. Hormonrezeptor-positiv (HR+): In einer Untersuchung der Krebszellen im Labor wurde festgestellt, dass der Brustkrebs hormonrezeptor-positiv (hormonempfindlich) ist. Das heißt, er spricht voraussichtlich auf eine Antihormontherapie an.
  2. HER2-negativ (HER2-): In einer Untersuchung im Labor wurde festgestellt, dass die Krebszellen keine übergroßen Mengen des Proteins HER2 (humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2) enthalten. HER2 ist ein Rezeptor auf der Oberfläche der Krebszellen, der ihr Wachstum anregt. Für HER2-positive Tumoren stehen andere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

AUF WELCHE WEISE KANN DIE THERAPIE HELFEN?

Die Therapie mit Kisqali ist Teil der sogenannten adjuvanten Therapie. Dies sind Therapieansätze, die nach anfänglichen Behandlungen wie Operation oder Bestrahlung durchgeführt werden, um das Risiko für das erneute Auftreten des Brustkrebses bzw. die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in anderen Organen zu reduzieren.
Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Therapieabschnitte der Brustkrebstherapie:

x

a Falls angezeigt.
b Wenn nach der Operation sowohl Chemotherapie als auch Bestrahlung angezeigt sind, wird in den meisten Fällen zuerst die Chemotherapie durchgeführt.

Therapieverläufe sind individuell und können von der Dauer und Reihenfolge abweichen, nicht alle aufgeführten Therapieformen müssen zwingend durchgeführt werden.

Die adjuvante Kombinationstherapie hat zum Ziel, das persönliche Rückfallrisiko möglichst zu reduzieren und den langfristigen Erfolg der Behandlung sicherzustellen. Dabei ist es wichtig, dranzubleiben. Nur wenn Sie Ihre Medikamente regelmäßig und wie von Ihrem*Ihrer Ärzt*in verordnet einnehmen, kann die Behandlung ihre optimale Wirkung entfalten. 

Icon mit Schriftzug „info“ in einer Sprechblase.
Eine Frau sitzt einer Ärztin gegenüber.
iStock-1618405337_bymuratdeniz

Eine neue Therapie kann immer auch mit Unsicherheiten verbunden sein und viele Fragen aufwerfen – gerade, wenn die Behandlung über einen längeren Zeitraum erfolgt. Zu verstehen, warum Sie eine Therapie erhalten, macht es leichter, der Einnahme konsequent nachzukommen. Es ist von großer Bedeutung, dass Sie Ihr Medikament regelmäßig und so wie von Ihrem*Ihrer Ärzt*in verordnet einnehmen.

Notieren Sie sich vorab alle relevanten Fragen, die Ihnen in den Sinn kommen, und stellen Sie diese dann während des Arztgesprächs. Fragen Sie auch mehrmals nach, wenn Sie etwas nicht auf Anhieb verstehen.

Schreiben Sie sich die Antworten auf, um nichts zu vergessen. Sie können auch ein Familienmitglied oder eine befreundete Person darum bitten, Sie zu begleiten und wichtige Dinge für Sie zu notieren. So können Sie sich besser auf das Zuhören konzentrieren.

Eine optimale Therapie braucht eine gute Kommunikation zwischen Patientin oder Patient und Behandlungsteam – und das langfristig. Ein vertrauensvolles Verhältnis erlaubt es Ihnen, Verständnis für die Therapiemaßnahmen aufzubauen und eine aktive Rolle bei Therapieentscheidungen einzunehmen. Bringen Sie sich, Ihre Ziele und Bedürfnisse in die Behandlung mit ein.

Stellen Sie im Arztgespräch alle Fragen, die Sie beschäftigen. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Behandlungsteam im Gespräch bleiben und klären, was die Therapie für Sie konkret bedeutet. Scheuen Sie sich dabei nicht, alle Fragen zu stellen, die Ihnen wichtig erscheinen. 

Icon mit einem Arzt und einer Patientin.