Mit den bisherigen Behandlungsmaßnahmen konnten wichtige Meilensteine in Ihrem Therapieplan erreicht werden. Doch nach der Operation bzw. Bestrahlung verbleiben möglicherweise Krebszellen unerkannt im Körper und stellen ein Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung dar. Im weiteren Therapieverlauf gilt es daher insbesondere, mit entsprechenden Medikamenten sowie mit zum Beispiel körperlicher Aktivität das individuelle Rückfallrisiko zu reduzieren. Ihr*e Ärzt*in hat sich gemeinsam mit Ihnen für Kisqali als Teil dieser Behandlungsstrategie entschieden. Erfahren Sie mehr zum Rückfallrisiko bei Brustkrebs und warum es so bedeutend ist, bei der Therapie dranzubleiben.
Inhaltsverzeichnis:
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Die Behandlungsmöglichkeiten für Brustkrebs haben sich in den letzten Jahren immer mehr verbessert. Trotzdem kann es zu einem Rückfall der Erkrankung kommen. Rund eine von drei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs im Stadium II erleidet innerhalb von 20 Jahren trotz Antihormonbehandlung einen Rückfall (Rezidiv).1 Krebszellen verbleiben möglicherweise trotz anfänglicher Therapien wie Operation und/oder Bestrahlung unentdeckt im Blutkreislauf oder an anderen Stellen des Körpers. Sie können in derselben Brust erneut einen Tumor bilden oder sich als Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen niederlassen. Das Rückfallrisiko bei Brustkrebs hängt von individuellen Faktoren wie der Anzahl an betroffenen Lymphknoten, der Tumorgröße oder dem Alter bei Erstdiagnose ab. Die adjuvante Therapie aus Kisqali in Kombination mit einem Aromatasehemmer zielt darauf ab, diese Krebszellen daran zu hindern, erneut aktiv zu werden. Auf diese Weise soll das Risiko für einen Rückfall reduziert werden.2
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Mit den bisherigen Behandlungsmaßnahmen konnten wichtige Meilensteine in Ihrem Therapieplan erreicht werden. Doch die Krebstherapie erfordert es, langfristig zu denken. Denn bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs besteht das Risiko für einen Rückfall noch bis zu 20 Jahre nach der Erstdiagnose. In den ersten drei Jahren erreicht dieses Risiko seinen Höhepunkt.1 Dem steuert die adjuvante Therapie in diesem Zeitraum gezielt entgegen.3
Ihnen wurde Kisqali als Teil Ihres adjuvanten Behandlungsplans verschrieben. Ihr*e Ärzt*in hat das Medikament in Kombination mit einem Aromatasehemmer und gegebenenfalls einem LHRH-Agonisten verordnet. Die Kombinationstherapie hat zum Ziel, das Wachstum der Krebszellen zu stoppen und so die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls so niedrig wie möglich zu halten.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unsicherheiten und bei allem, was Sie in Zusammenhang mit Ihrer Brustkrebstherapie beschäftigt, an Ihre Ärzt*innen. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Behandlungsteam im Gespräch bleiben. Scheuen Sie sich dabei nicht, alle Fragen zu stellen, die Ihnen wichtig erscheinen.
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Der wichtigste Punkt zur Verhinderung eines möglichen Rückfalls Ihrer Krebserkrankung ist die regelmäßige Einnahme der im Rahmen der adjuvanten Therapie verordneten Medikamente.4
Ihre Medikamente können nur dann ihre Wirkung optimal entfalten, wenn sie verlässlich eingenommen werden. Daher ist es wichtig, dass Sie die adjuvante Therapie über die gesamte Dauer der Verordnung beibehalten. Befolgen Sie konsequent das Einnahmeschema, das Ihnen Ihr*e Ärzt*in verordnet hat, und sprechen Sie alles, was Sie von der Einnahme abhält, bei Ihrem Behandlungsteam offen an. So tragen Sie maßgeblich dazu bei, das Risiko eines Wiederauftretens des Krebses zu senken.
Im Alltag kann es passieren, dass Sie die Einnahme vergessen oder andere Umstände wie Nebenwirkungen diese erschweren. Lassen Sie sich davon nicht unterkriegen und nutzen Sie Hilfsmittel wie den Medikamentenkalender, um über den gesamten Therapiezeitraum dranzubleiben.
Indem Sie die Tabletteneinnahme in Ihre Alltagsroutine integrieren, fällt es Ihnen leichter, sie konsequent durchzuführen. Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen, die tägliche Einnahme nicht zu vergessen:
- Haken Sie im Medikamentenkalender (im Therapietagebuch) ab, wenn die tägliche Einnahme erfolgt ist. Außerdem könnten Sie die Erinnerungsfunktion Ihres Handys nutzen, um sich auf die tägliche Einnahme Ihrer Medikamente hinweisen zu lassen.
- Nehmen Sie die Tabletten im Rahmen einer täglichen Aktivität ein, z. B. zum Frühstück, nach dem Zähneputzen oder zur Morgengymnastik.
Quellen:
- Pan H, Gray R, Braybrooke J et al. 20-year risks of breast-cancer recurrence after stopping endocrine therapy at 5 years. N Engl J Med. 2017; 377(19): 1836-1846
- Mayo Clinic: Recurrent breast cancer. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/recurrent-breast-cancer/symptoms-causes/syc-20377135 (zuletzt aufgerufen am 14.10.2024)
- Bria E, Carlini P, Cuppone F et al. Early recurrence risk: aromatase inhibitors versus tamoxifen. Expert Rev Anticancer Ther. 2010; 10(8): 1239-1253
- KISQALI® Gebrauchsinformation