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Ihnen wurde Kisqali als Teil der adjuvanten Behandlungsstrategie für Ihre Brustkrebserkrankung verschrieben. Erfahren Sie, was bei der Einnahme des Medikaments zu beachten ist. Darüber hinaus können Sie sich einen tieferen Einblick darüber verschaffen, wie das Medikament im Körper wirkt und auf welche Weise es dazu beitragen kann, das individuelle Rückfallrisiko zu senken.

Inhaltsverzeichnis:

Wie und wann erfolgt die Einnahme?

Hinweise für die Einnahme Ihres Medikaments

Ihr Medikamentenkalender als praktischer Helfer

Wie wirkt das Medikament?

Eine Frau schaut nachdenklich.
iStock-1659298504_Szepy

WIE UND WANN ERFOLGT DIE EINNAHME?

Kisqali wird immer in Kombination mit einer Antihormontherapie verabreicht. Die Antihormontherapie erfolgt durch Medikamente, die als Aromatasehemmer bezeichnet werden (z. B. Letrozol, Anastrozol). Beide Medikamente werden als Tabletten eingenommen.

Icob mit zwei Tabletten auf lilafarbenem Hintergrund.

Bei Frauen vor oder während der Menopause und bei Männern sollte die Therapie mit einem sogenannten LHRH-Agonisten kombiniert werden.1 Andere Bezeichnungen für diese Medikamente sind: GnRH-Agonisten, GnRH-Analogon, LHRH-Analogon. Diese Arzneimittel unterdrücken – wie auch die Aromataseinhibitoren – die körpereigene Östrogenproduktion und hemmen auf diese Weise zusätzlich die wachstumsfördernde Wirkung des Hormons auf die Krebszellen.

Icon mit einer Spritze.

DIE BEHANDLUNG IN ZYKLEN

Die Therapie erfolgt in einem sich wiederholenden Behandlungszyklus. Ein Zyklus umfasst einen Zeitraum von vier Wochen, also 28 Tage.

In den ersten 21 Tagen eines Zyklus nehmen die Patientinnen und Patienten einmal täglich zwei Tabletten Kisqali (400 mg insgesamt) sowie eine Tablette des Aromatasehemmers vorzugsweise zur gleichen Zeit ein.

In den letzten 7 Tagen eines Zyklus wird die Einnahme von Kisqali pausiert, während der Aromataseinhibitor wie gewohnt weiterhin eingenommen wird. Nach 28 Tagen beginnt ein neuer Behandlungszyklus von vorn.1,2

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Ändern Sie die Dosis oder das Dosierungsschema niemals ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem medizinischen Team.

KONTROLLUNTERSUCHUNGEN IN DEN ERSTEN SECHS BEHANDLUNGSZYKLEN

Um mögliche Nebenwirkungen der Therapie frühzeitig zu erkennen, die nicht direkt spürbar sind, finden ärztliche Kontrolluntersuchungen statt – in den ersten sechs Zyklen Ihrer Behandlung sind diese engmaschiger angesetzt:

  • Blutuntersuchungen: Großes Blutbild (einschließlich Neutrophilenzahl), Überprüfung der Leberwerte (Leberfunktionstests) und Serumelektrolyte (einschließlich Kalium, Calcium, Phosphat und Magnesium) vor Behandlungsbeginn sowie in Zyklus 1 und 2 alle zwei Wochen, in Zyklus 3 bis 6 alle vier Wochen.
  • Elektrokardiogramm (EKG): vor Behandlungsbeginn sowie in Zyklus 1 an Tag 14.

Bei Bedarf kann Ihr*e Ärzt*in weitere Untersuchungen anordnen.1,2

WIE LANGE DAUERT DIE THERAPIE?

Die zielgerichtete Behandlung mit Kisqali in Zyklen erfolgt über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren. Die zeitgleiche Antihormontherapie mit einem Aromatasehemmer ist insgesamt für mindestens fünf Jahre vorgesehen. Sie wird also auch nach Ende der Kisqali-Therapie noch fortgesetzt.1

Icon mit einer gestrichelten Linie und einer Zielflagge.
Eine Frau hält eine Tablette in der einen und ein Glas Wasser in der anderen Hand.
iStock-1058730902_nensuria

Bitte beachten Sie bei der Einnahme von Kisqali folgende Einnahmevorschriften:

  • Einnahme der verordneten Dosis 1 × täglich zur gleichen Zeit, vorzugsweise am Morgen
  • Tabletten im Ganzen mit einem Glas Wasser schlucken. Die Tabletten nicht zerkauen, zerstoßen oder vor dem Schlucken teilen.
  • Einnahme mit oder ohne Mahlzeit
  • Verzichten Sie während der Therapie auf Grapefruits und Grapefruitsaft, da sie die Wirksamkeit des Medikaments beeinträchtigen können.
  • Bestimmte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung des Medikaments beeinflussen. Genauere Angaben dazu finden Sie in der Gebrauchsinformation. Bitte sprechen Sie mit Ihren Ärzt*innen, bevor Sie andere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
  • Alle Informationen zur Lagerung der Tabletten finden Sie in der Gebrauchsinformation.2

WENN SIE DIE EINNAHME VERGESSEN HABEN:

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge Tabletten. Warten Sie stattdessen, bis es Zeit ist für die nächste Dosis, und nehmen Sie dann die gewohnte Anzahl an Tabletten.

WENN SIE SICH NACH DER EINNAHME ÜBERGEBEN:

Nehmen Sie keine zusätzlichen Tabletten ein, sondern fahren Sie am nächsten Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

WENN SIE VERSEHENTLICH ZU VIELE TABLETTEN GENOMMEN HABEN:

Wenden Sie sich umgehend an Ihre*n behandelnde*n Ärzt*in oder ein Krankenhaus.

Mithilfe des Medikamentenkalenders können Sie Ihre Tabletteneinnahme nachverfolgen. Haken Sie einfach jeden Tag die Kreise und dargestellten Tabletten ab, wenn Sie die jeweiligen Medikamente eingenommen haben. Falls Sie noch nicht in den Wechseljahren bzw. ein Mann sind und zusätzlich einen LHRH-Agonisten erhalten: Haken Sie an dem Tag, an dem Sie Ihre Injektion erhalten haben, auch die Spritze in der grauen Zeile ab.

Sie finden den Medikamentenkalender in Ihrem Therapietagebuch, das in Ihrem Starterkit enthalten ist. Sollten Sie es nicht mehr zur Hand haben, können Sie das Therapietagebuch auch hier herunterladen oder bestellen. Alternativ ist auf der Rückseite Ihrer Kisqali-Verpackung ein Medikamentenkalender abgebildet.

Screenshot des Kisqali-Medikamententkalenders

Abbildung aus dem persönlichen Therapietagebuch

Es ist von großer Bedeutung, dass Sie Ihre Medikamente wie verschrieben einnehmen. Nur so kann die Therapie ihre optimale Wirksamkeit entfalten. Tragen Sie aktiv dazu bei, Ihr persönliches Rückfallrisiko zu reduzieren!

TIPPS, DAMIT SIE DIE TÄGLICHE EINNAHME NICHT VERGESSEN

  • Haken Sie täglich im Medikamentenkalender (im Therapietagebuch) ab, wenn die Einnahme erfolgt ist. Außerdem könnten Sie die Erinnerungsfunktion Ihres Handys nutzen, um sich auf die Einnahme Ihrer Medikamente hinweisen zu lassen.
  • Nehmen Sie die Tabletten im Rahmen einer täglichen Aktivität ein, z. B. zum Frühstück, nach dem Zähneputzen oder zur Morgengymnastik.
Icon Kalenderblatt

WIE WIRKT DAS MEDIKAMENT?

Auch nach anfänglicher Behandlung und operativer Entfernung des Tumors können vereinzelte Krebszellen im Körper verbleiben, die sich wieder ausbreiten und zu einem Wiederauftreten der Krebserkrankung führen können. Wesentliches Ziel der adjuvanten Brustkrebstherapie ist es, diese verbliebenen Krebszellen langfristig am Wachstum zu hindern und so das Rückfallrisiko zu reduzieren.

Die Krebszellen nutzen vom Körper ausgesandte Wachstumssignale, die eigentlich für gesunde Körperzellen bestimmt sind. Denn auch die meisten gesunden Körperzellen teilen sich kontinuierlich, um Gewebe zu erneuern und instand zu halten. Indem die Wirkung von solchen wachstumsfördernden Faktoren auf die Krebszellen unterdrückt wird, lässt sich das Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung reduzieren.

Kisqali wird immer in Kombination mit einem Aromatasehemmer eingesetzt. Damit diese Form der Behandlung infrage kommt, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein:

  • In einer Untersuchung der Krebszellen im Labor wurde festgestellt, dass der Brustkrebs Hormonrezeptor-positiv (hormonempfindlich) ist. Das heißt, er spricht voraussichtlich auf eine Antihormontherapie an.1,2
Sprechblase mit „HR+"-Schriftzug.
  • In einer Untersuchung im Labor wurde festgestellt, dass die Krebszellen keine übergroßen Mengen des Proteins HER2 enthalten.1,2
Sprechblase mit „HER-"-Schriftzug.

Der in Kisqali enthaltene Wirkstoff Ribociclib wirkt, indem er die durch die Proteine CDK4 und CDK6 gesteuerten Wachstumssignale blockiert. Dies geschieht in jenen Krebszellen, die möglicherweise nach der ersten Behandlung im Körper verblieben sind und erneut aktiv werden könnten. Dabei arbeitet das Medikament Hand in Hand mit einer weiteren Therapie: der Antihormontherapie. Diese verhindert die Bildung des Hormons Östrogen und kann so das Wachstum von HR+, also hormonempfindlicher Krebszellen, unterdrücken.1

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Die Abbildung zeigt stark vereinfacht die Wirkweise der Kombinationstherapie mit Kisqali

Beide Therapien setzen an verschiedenen Punkten an:

  • Ribociclib wirkt vorzugsweise auf Krebszellen und hemmt gezielt spezielle Moleküle (CDK4/6-Moleküle), die Wachstumssignale steuern.
  • Die Antihormontherapie hemmt die Bildung des Hormons Östrogen und so das Wachstum von Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs.1