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Gemeinsam entscheiden – gemeinsam durchhalten

Ich wollte die Therapie nicht als etwas Fremdbestimmtes erleben, sondern als einen Prozess, an dem ich aktiv mitwirke. Ich weiß, was die Medikamente bewirken, welche Alternativen es gibt und was ich erwarten darf. Dieses „Shared Decision Making“ ist für mich die Grundlage, um konsequent dabeizubleiben. Verstehen schafft Vertrauen – je mehr Wissen ich habe, desto eher kann ich innerlich „Ja“ sagen.

Was mir hilft, ist der Austausch innerhalb von Patientinnenorganisationen und Selbsthilfegruppen (Strategien, Zuspruch). In angespannten Momenten tun mir Meditation und Atemübungen sehr gut. Außerdem orientiere ich mich an medizinischen Leitlinien (z. B. S3-Leitlinie Mammakarzinom für Ärzte oder die Patientenleitlinie „Interdisziplinäre S3-Leitlinie für Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“): Sie geben mir eine klare Struktur für die Gespräche mit dem Behandlungsteam und erleichtern es mir, die verschiedenen Optionen besser einzuordnen.

Um mich auf Arzttermine vorzubereiten, notiere ich mir davor immer drei Fragen. Und nach dem Gespräch halte ich fest „Was habe ich verstanden? Und was bleibt offen?“ Ein guter Ausgangspunkt, um keine Frage zu vergessen, können auch vorgeschriebene Checklisten sein – wie zum Beispiel diese hier. Sie sind sich bei etwas unsicher? Dann holen Sie sich eine Zweitmeinung ein. 

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Wertvolle Unterstützung kann auch die psychoonkologische Beratung bieten – über Krebsberatungsstellen, Selbsthilfe (lokal/online) und über Kontaktwege des Behandlungsteams (Onkologiepraxis/Brustzentrum/Sozialdienst). Mir persönlich hat die psychoonkologische Begleitung dabei geholfen, wirksame Strategien zu erlernen, um diese ungewohnte und belastende Situation besser bewältigen zu können. Sie trägt außerdem dazu bei, meine Ängste zu reduzieren, meine Stärke zu fördern und meine Adhärenz zu verbessern. 

Eines der Mottos, die mich motivieren, dranzubleiben:
„Wer mitentscheidet, bleibt länger stark.“