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Umgang mit Krebs: Wie Sie Ängste nehmen und Hoffnung schöpfen

Umgang mit BrustkrebsNichts ist mehr wie vorher, wenn Sie die Diagnose erhalten. Wut, Angst, Hilflosigkeit und Verzweiflung stellen Ihr Leben auf den Kopf. Viele Patientinnen wissen nicht, wie sie mit der Krankheit umgehen müssen und wie man ihr entgegen treten kann. Zwar müssen Sie für sich herausfinden, wie Sie Ihrer Krankheit am besten begegnen – ein Patentrezept gibt es nicht –, aber es ist wichtig, aktiv zu werden und sich möglichst umfassend zu informieren. Erfahrungen zeigen: Wer sich gut informiert, bekämpft das Gefühl der Ohnmacht. Auch soziale Unterstützung ist eine wichtige Waffe im Kampf gegen die Erkrankung.

Hoffnung steht an erster Stelle

Ihre Ansicht über die aktuelle Situation ändert sich, wenn Sie Ihre „Reise“ mit Brustkrebs mit Hoffnung betrachten. Menschen, die nicht nur irgendwelche Statistiken akzeptieren, sondern Ihre eigenen Widerstandsmechanismen aktivieren, fühlen sich wohler und erreichen subjektiv ein besseres Ergebnis. Denn Statistiken verleiten zu einseitig negativem Denken, sie berücksichtigen nicht die Eigenschaften und Stärken jedes Einzelnen. Sie haben aber auch positive Seiten, wenn Sie sich etwa vor Augen führen, dass die weitaus meisten Frauen die Erkrankung erfolgreich überwinden und dass immer mehr Frauen in fortgeschrittenen Krankheitsstadien immer länger mit Ihrer Erkrankung zufrieden leben können.

Informationen nehmen Ängste

Fast jede Frau reagiert auf den Befund Brustkrebs zunächst mit Angst. Das ist völlig normal. Schließlich stellt der Tumor eine ernsthafte Bedrohung dar, konfrontiert die Patientin mit dem möglichen Tod – obwohl die Chancen auf ein langfristiges Leben mit Brustkrebs heutzutage besser sind als jemals zuvor. Es ist nicht nur für Sie, sondern für jeden Menschen schwierig, sich einer solchen Situation zu stellen. Eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Erkrankung spielt die Information über Brustkrebs. Denn je mehr man über seine Krankheit weiß, desto weniger fühlt man sich ihr ausgeliefert.

Familie und Freunde geben Kraft

Ebenfalls wichtig: Sprechen Sie über Ihre Ängste! Das Reden allein kann schon entlastend wirken. Zahlreiche Untersuchungen belegen zudem: Die Unterstützung durch die Partnerin/den Partner, Freunde und Familie wirkt sich positiv auf die Genesung aus.

Statt sich zu verkriechen, hilft es, wenn Sie Ihre sozialen Kontakte pflegen und ausbauen. Als besonders positiv erleben viele Patientinnen Gespräche mit anderen Betroffenen. Gute Gelegenheiten dazu bieten z. B. Selbsthilfegruppen aber auch Foren und Chats im Internet.

Bewusste Entspannung lindert Stress

Während der Behandlung erleben viele Patientinnen ein Wechselbad der Gefühle. Auf Zuversicht folgt Enttäuschung oder auch Verzweiflung, etwa wenn sich die Krankheit verschlimmert. In dieser Zeit befinden sich Körper und Geist im Dauerstress. Um die Anspannung und Belastung zu mindern, haben sich Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder Meditation bewährt. Werden Ängste und Niedergeschlagenheit jedoch zu übermächtig, sollten Sie sich nicht scheuen, die professionelle Hilfe beispielsweise eines Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen.

Das Leben gewinnt an Intensität

So groß der Schock nach der Diagnose Brustkrebs auch ist, die Krankheit hat nicht nur negative Seiten. Die Krankheit wirft bei vielen Frauen ein neues Licht auf das eigene Dasein. Vielleicht erkennen sie erstmals ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse, hinterfragen den eigenen Lebensentwurf und die Beziehungen zu ihrem Umfeld. Oder sie sprechen in dieser Krisensituation zum ersten Mal Probleme mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin an. Was früher selbstverständlich war, ist es nach der Diagnose oder Operation nicht mehr, die Prioritäten verändern sich. Das Leben wird intensiver erlebt als vor der Erkrankung. Das Jetzt gewinnt an Bedeutung. Glauben Sie an sich und bauen Sie auf Ihre eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung der Krise!

Möglicherweise gestalten Sie jetzt auch Ihren Alltag neu und leben aktiver als früher. Sie können sich Aktivitäten widmen, die Ihnen Spaß machen, die Sie sich jedoch noch nie erfüllt haben: Wollten Sie vielleicht schon immer einmal einen Malkurs belegen? Oder haben Sie davon geträumt, eine Woche in der Provence zu verbringen? Oder endlich wieder einmal eine frühere gute Bekannte anzurufen?

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Giuggio Carvalho L, Stewart JA. The Everything® health guide to living with breast cancer. Adams Media, Avon, USA, 2009. Ausschnitte in www.netplaces.com/living-with-breast-cancer/; abgerufen am 10.05.2013.
Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum. Leben mit Krebs. www.krebsinformationsdienst.de/leben/index.php; abgerufen am 16.05.2013.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis

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