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Gemeinsam stark: Selbsthilfe bei Brustkrebs

Sich mit der Diagnose Brustkrebs nicht allein zu fühlen, zu wissen, dass andere dieses Schicksal teilen und die damit verbundenen Herausforderungen meistern, kann für die Betroffenen eine große Hilfe sein. Viele Erkrankte suchen deshalb den Dialog mit anderen Brustkrebspatientinnen – zum einen, um von dem Wissen anderer zu profitieren, zum anderen aber auch, um die eigenen Erfahrungen im täglichen Umgang mit der Krankheit weiterzugeben.

Was die behandelnden Ärzte in der Regel "nur" aus der Anschauung in ihrer beruflichen Praxis kennen, erfahren die Patientinnen am eigenen Leib. Letztere sind deshalb die eigentlichen "Experten", wenn es um die kleinen und großen Probleme geht, die im täglichen Umgang mit der Krankheit auftreten können.

Auseinandersetzung mit einem Tabuthema

Noch in den 1970er und 80er Jahren waren Krebserkrankungen praktisch ein Tabuthema in der Öffentlichkeit. Jeder kannte irgendwen, den der Krebs "getroffen" hatte, doch darüber gesprochen wurde nur hinter vorgehaltener Hand. Bis heute ranken sich um Krebs viele Mythen und Geheimnisse.

Die öffentlichen Tabus zu brechen und das Thema Krebs aus der Schattenzone zu holen, war u.a. das Anliegen der 1976 gegründeten "Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V." Die Gründerin Ursula Schmidt und 30 weitere Brustkrebspatientinnen fühlten sich mit ihrer Krankheit allein gelassen. Sie wollten eine Organisation, die die bis dahin ungenügende Versorgung von Brustkrebspatientinnen verbessert. Ihr Augenmerk richtete sich dabei speziell auf Frauen, die sich wegen des Krebses einer Brustamputation unterziehen mussten. Außerdem sollten die Erkrankten und ihre Angehörigen auch nach Abschluss der medizinischen Behandlung Ansprechpartner für ihre Probleme finden.

Heute gehören der "Frauenselbsthilfe nach Krebs" 12 Landesverbände und ein dichtes Netz an regionalen Gruppen an. Sie hat einen festen Platz im Gesundheitssystem und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Krankheitsbewältigung und zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Arzt und Patientin. Zudem vertritt sie die Interessen Krebskranker in gesundheits- und sozialpolitischen Gremien.

Die Lebensperspektive verbessern

Eine weitere Brustkrebspatientinnen-Initiative ist das Selbsthilfeprojekt "mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V.", das 1999 von der Brustkrebspatientin und Journalistin Ursula Goldmann-Posch in Augsburg gegründet wurde. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, durch die Vernetzung von Experten aus verschiedenen Bereichen die Forschung im Bereich Brustkrebs voranzutreiben. Gleichzeitig sollen Brustkrebspatientinnen besser über ihre Erkrankung informiert werden, damit sie einen weitgehend selbstbestimmten Umgang mit der Krankheit finden. Mamazone initiiert unterschiedlichste Projekte, z.B. die Stiftung PATH (Patients Tumorbank of Hope) zur Einlagerung von Tumorgewebe zu Test- und Forschungszwecken in einer patienteneigenen Tumorbank, spezielle Fortbildungen für Frauen mit Brustkrebs wie beispielsweise Kurse zur Internetnutzung, das Projekt Diplompatientin oder das Projekt „Mum hat Brustkrebs“ sowie einen Wissenschaftspreis, den Patientinnen an die Brustkrebsforschung vergeben.

Selbsthilfegruppen vor Ort - Weiterführende Links

Die Angebote zur Selbsthilfe bei Brustkrebs sind in Deutschland mittlerweile zahlreich. Hier eine kleine Übersicht mit Linktipps zu verschiedenen Organisationen, die Ihnen bei der Suche nach Selbsthilfegruppen vor Ort weiterhelfen können:

Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V.

mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V.

Brustkrebs Deutschland e. V.

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

Deutsche Krebshilfe e. V.

 

Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Nach Informationen des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V. sowie mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V..
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