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Gesund ernähren bei Brustkrebs

Ernährung bei BrustkrebsUm es von Anfang an zu betonen: Ernährung bei Brustkrebs heißt vor allem eines: gesund ernähren! Was für alle Menschen gilt, gilt auch für Frauen mit Brustkrebs. Weder gibt es bestimmte „Krebsdiäten“, die das Tumorwachstum hemmen können, noch gibt es Nahrungsbestandteile, die von sich aus „krebsfeindlich“ wirken. Grundsätzlich, und das gilt nicht nur für Sie als Krebspatientin, ist jede extreme und einseitige Kostform schädlich für die Gesundheit.

Lediglich bei Betroffenen in weit fortgeschrittenen Stadien, mit Metastasen oder starken Schmerzen können Ernährungsprobleme auftreten. In diesen Fällen empfiehlt sich eine Kontrolle, Überprüfung und gegebenenfalls Ergänzung der Nährstoffversorgung und des Körpergewichts.

Abwechslungsreiche Kost bevorzugen!

Wie für gesunde Personen gelten für Sie als Brustkrebspatientin die allgemeinen Regeln einer ausgewogenen Nahrungsaufnahme. Sinnvoll ist eine abwechslungsreiche Kost, die durchaus auch gelegentlich Fleisch beinhalten darf. Es empfiehlt sich eine Nahrung, die viel Ballaststoffe, frisches Obst, Gemüse, Salate, Molkereiprodukte und leicht verdauliche Fleischsorten enthält. Lebensmittel mit überwiegendem Kohlenhydratanteil und Ballaststoffen, mageres Fleisch und Fisch sind zu bevorzugen. Generell ist Vollkornbrot Weiß- oder Graubrot vorzuziehen. Der Anteil gesättigter und ungesättigter Fettsäuren sollte nicht zu hoch sein.

  • Vorsicht bei zucker- und fetthaltigen Nahrungsmitteln: Bei künstlich aromatisierter, gefärbter oder mit Konservierungsstoffen versehener Nahrung ist Vorsicht geboten. Mit stark zuckerhaltigen Speisen sowie fettreichen Fleisch- und Wurstsorten sollten nicht nur Krebspatientinnen zurückhaltend sein.
  • Auf die Zubereitung achten! Alle Mahlzeiten sollten so zubereitet werden, dass möglichst wenige Nährstoffe verloren gehen – also mit wenig Wasser und kurzen Garzeiten kochen. Das Gemüse hat sozusagen noch "Biss". Frisch zubereitete Mahlzeiten sind zu bevorzugen, denn aufgewärmtes Essen verliert an Qualität! Zum Würzen empfiehlt sich weniger Kochsalz, stattdessen lieber getrocknete Kräuter und Gewürze!
  • Gegen den Durst: Ihren Durst sollten Sie hauptsächlich mit Mineralwasser, Kräuter- bzw. Früchtetees oder ungezuckerten Getränken löschen. In Maßen zu genießen sind zudem koffein- oder alkoholhaltige Getränken.

Vitamine bei Krebserkrankungen

Vitamine dienen dem Körper als Grundbaustoffe. Damit unser Körper problemlos funktionieren kann, müssen die Vitamine in ausreichender Menge vorhanden sein. In der Regel nehmen wir diese Mengen mit der normalen Nahrung auf.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat allgemeine Empfehlungen für eine gesunde Ernährung erarbeitet. Richtet man sich nach diesen Empfehlungen, sollten alle erforderlichen Vitamine bereits in ausreichender Menge und auf natürlichem Wege mit der Nahrung aufgenommen werden.

Erkrankungen wie z. B. Krebs sind spezielle Situationen, in deren Verlauf es trotz optimaler Ernährung zu einem Vitamin-Mangel kommen kann. Die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt kann den individuellen Ernährungszustand messen und beraten, welche Nahrungsmittel oder auch Vitaminpräparate im Einzelfall sinnvoll sind.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung schützt eine langdauernde Einnahme von Vitaminen in hoher Dosierung nicht vor der Entstehung von Krebserkrankungen.
Vorkommen einzelner Vitamine

  • Vitamin A: Reich an Vitamin A sind alle gelb-roten und grünblättrigen Obst- und Gemüsesorten sowie Milchprodukte.
  • Folsäure: Leber, Tomaten, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Eier oder Hefe enthalten besonders viel Folsäure.
  • Vitamin C und E: Vitamin C findet sich vor allem in Obst (Hagebutte, Sanddornbeeren, Erdbeeren) und Gemüse (Rosenkohl, Paprika, Spinat). Nüsse (Haselnüsse, Mandeln) und Pflanzenöle (Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl) enthalten viel Vitamin E.


Gewichtsverlust: Achten Sie auf Ihren Ernährungszustand

Gewicht bei BrustkrebsBegleiterscheinungen der Krebsbehandlung und tumorbedingte Veränderungen im Körper können sich vielfältig auf Ihre Ernährungsgewohnheiten auswirken und eine Gewichtsabnahme bewirken. Der Tumor selbst kann beispielsweise Stoffe freisetzen, die den Appetit vermindern und den Stoffwechsel steigern. Nebenwirkungen der Therapie können mit Übelkeit und Durchfall oder mit wunden Stellen im Mund einhergehen.

Häufig bemerken Patientinnen Gewichtsverlust erst, wenn sie bereits sehr viel an Gewicht verloren haben. Sie sollten daher Ihr Gewicht regelmäßig überprüfen.

Da eine ausreichende und ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle im Heilungsprozess spielt, ist es wichtig, der Gewichtsabnahme mit einer geeigneten, nährstoffreichen Ernährung vorzubeugen. Sollten Sie ausgeprägte Kau-oder Schluckbeschwerden haben oder schwere Verdauungsprobleme, gibt es auch spezielle Trink-oder Aufbaunahrung für Tumorpatienten. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Deutsche Krebshilfe e. V. Blaue Ratgeber: Ernährung bei Krebs. www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/046_ernaehrung_krebs_neu.pdf; abgerufen am 05.06.2013.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Vollwertige Ernährung. www.dge.de/modules.php?name=St&file=vollwert; abgerufen am 05.06.2013.
Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum. Ernährung bei Krebs. www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/ernaehrung-therapie-index.php; abgerufen am 05.06.2013.

Fotos: oben: DP-Medystems; unten: Izaokas Sapiro/Fotolia.com
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