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Metastasen: Was versteht man darunter?

Haben Sie sich einmal Gedanken gemacht, sich hinter dem Begriff der „Metastase“ verbirgt? Schließlich stellt die Bildung der als Metastasen bezeichneten Absiedlungen das besondere Kennzeichen der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung dar. Vielleicht ist es für Sie wissenswert, dass Metastasen keine neue Krebserkrankung darstellen, sondern dass Metastasen dem ursprünglichen Brustkrebs entstammen können. (1)

Wo können Metastasen auftreten?

Metastasen bei fortgeschrittenem Brustkrebs

Ausbreitung von Brustkrebs: Fernmetastasen treten häufig in Knochen (bis zu 60% aller Metastasen), Lunge (bis zu 20 %) und Leber (rund 10 %) auf, seltener im Gehirn. (2)

Wie sich Krebszellen ausbreiten

Brustkrebszellen lösen sich aus dem Tumorverband in der Brust heraus und breiten sich über Blut- und Lymphbahnen im Körper aus. In weiter entfernte Bereiche des Körpers (Fernmetastasen) streut Brustkrebs über das Blut, in Lymphknoten in der Umgebung der betroffenen Brust, in die Achselhöhle oder Brustwand über das Lymphsystem. Am Ort ihrer Absiedlung vermehren sich diese Zellen dann weiter und bilden Metastasen. (1)

Prinzipiell kann Brustkrebs in jedes Organ streuen, in manchen Organen siedeln sich jedoch seine Metastasen häufiger an als in anderen. Bei Brustkrebs sind dies vor allem die Knochen, die Lunge, das Gehirn und die Leber. Metastasen in inneren Organen wie Lunge, Leber, Gehirn oder im Bauchraum werden auch als „viszerale“ Metastasen bezeichnet. Die Zellen der Metastasen sind dabei immer noch Brustkrebszellen. (1)

Informationen über typische Beschwerden, die von Metastasen verursacht werden können, finden Sie hier.

Knochenmetastasen: häufig, meist relativ gut zu behandeln

Brustkrebszellen können das empfindliche Gleichgewicht stören zwischen Knochenaufbau - durch Zellen, die Osteoblasten genannt werden - und Knochenabbau - durch Zellen, die Osteoklasten heißen. Die knochenabbauenden Osteoklasten stehen in einem regen "Informationsaustausch" mit den eingewanderten Tumorzellen: Diese können den Knochen zwar selbst nicht angreifen, setzen aber Stoffe frei, die die Osteoklasten und damit den Knochenabbau anregen. (3)

Krebszellen und Knochenabbauzellen aktivieren sich dabei gegenseitig: Ein Kreislauf aus Metastasenwachstum und übermäßig gesteigertem Knochenabbau entsteht, der die Stabilität des Knochens herabsetzt. (3)

Knochenmetastasen können im Allgemeinen mit Krebsmedikamenten und anderen therapeutischen Optionen behandelt werden.

Wie werden Metastasen festgestellt?

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

1. Albert U-S, et al. Patientenratgeber Brustkrebs II. Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung. „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Krebshilfe e. V. Berlin, 2011.
2. Gerber B et al. Rezidiviertes Mammakarzinom: Therapiekonzepte zum Erhalt der Lebensqualität. Dtsch Arztebl Int 2010;107:85-91.
3. Thalmann GN et al. Knochenmetastasen - Zufall oder vorbestimmt? Unipress 2004; 120: 34-36.
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