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Was sind die Fortschritte?

Was sind die Fortschritte?Die Entwicklung der Medizin in den vergangenen Jahren stimmt positiv und zeigt, dass die Richtung stimmt. Immer mehr Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs können ein erfülltes Leben erfahren. Ärztinnen und Ärzte haben heutzutage wirksame Therapiemöglichkeiten zur Hand, mit denen sie fortgeschrittenen Brustkrebs zwar nicht heilen, aber doch in vielen Fällen langfristig erfolgreich behandeln n können.

Fortgeschrittener Brustkrebs: eine chronische Erkrankung?

Durch Verbesserung bestehender Verfahren und Erforschung neuer Angriffsziele für die Behandlung lassen sich die schon bisher erzielten Fortschritte weiter ausbauen. Die individualisierte Behandlung ermöglicht bei einem Teil der Patientinnen in der fortgeschrittenen Situation, dass diese bei guter Lebensqualität über mehrere Jahre mit der Erkrankung leben.

Eine solche Entwicklung hat beispielsweise bei der HIV-Infektion oder bei einer bestimmten Blutkrebsform, der chronisch-myeloischen Leukämie, bereits weitgehend stattgefunden. Diese Erkrankungen galten bis vor wenigen Jahren noch als so gut wie immer tödliche Erkrankungen, sind aber dank moderner Behandlungsverfahren inzwischen in der Regel gut unter Kontrolle zu halten.

Verbesserung bestehender Behandlungsansätze

Beim Brustkrebs wurde beispielsweise eine Verbesserung an einer anti-HER2-Behandlung durch Koppelung eines Antikörpers mit einem Zellgift erreicht. Damit wird das Zellgift direkt an die Krebszellen transportiert und verursacht unter Umständen weniger Nebenwirkungen.

Durch neue Erkenntnisse beim hormonrezeptorpositiven Brustkrebs konnte gezeigt werden, dass mTOR-Hemmung eine zentrale Rolle spielt und in vielen Fällen eine Resistenz überwunden werden kann. Dies bedeutet, dass häufig eine Empfindlichkeit der Krebszellen gegenüber einer antihormonellen Behandlung wieder hergestellt werden kann, wenn die Kombination aus mTOR- und Aromatase­hemmer genommen wird.

Innovation schafft Perspektiven für Patientinnen

Darüber hinaus erforschen Wissenschaftler neue Ziele, die für zukünftige Behandlungsansätze in Betracht kommen könnten. Man weiß heute, dass Brustkrebszellen im Vergleich mit gesunden Zellen vielfältige Veränderungen im Bereich des Zellstoffwechsels und der Zellvermehrung aufweisen. Hierbei handelt es sich um Enzyme bzw. Regulatoren, vergleichbar zu mTOR und HER2, die beispielsweise in Brustkrebszellen überaktiv sind. Auch neue Ziele im Umfeld der Gefäßversorgung von Metastasen werden intensiv erforscht.

Mit der Kenntnis solcher speziellen Eigenschaften von Brustkrebszellen, die sich von Patientin zu Patientin unterscheiden können, lassen sich neue Behandlungsansätze maßschneidern. Es ist ein Ziel, dass die sogenannte „personalisierte“ Krebsmedizin die Behandlungsergebnisse weiter verbessert, bei weniger Nebenwirkungen. Fortschritte kommen dabei mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur neu erkrankten Frauen zu Gute, sondern auch Patientinnen, die sich schon in Behandlung befinden.

Teilnahme an Studien

Übrigens: Neue Substanzen und Behandlungsverfahren werden im Rahmen von klinischen Studien eingesetzt. Sollten Sie Interesse haben an einer Therapiestudie teilzunehmen, fragen Sie die Ärztin oder den Arzt des Vertrauens, ob Sie für eine Studie in Frage kommen.

Mehr Information zum Thema Studienteilnahme finden Sie außerdem hier

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Interview mit Prof. Nadia Harbeck vom November 2012. Metastasierter Brustkrebs. http://www.lebensmut.org/wp-content/uploads/2014/01/Interview_Metastasierter-Brustkrebs_Harbeck_Nov_2012.pdf abgerufen am 05.04.2017.
Seeber S, Welt A. Das metastasierte Mammakarzinom. Umsetzung des Fortschritts in die onkologische Praxis. best practice onkologie 2008; 3: 4-15.
Burris HA 3rd, et al. Phase II study of the antibody drug conjugate trastuzumab-DM1 for the treatment of human epidermal growth factor receptor 2 (HER2)-positive breast cancer after prior HER2-directed therapy.J Clin Oncol. 2011; 29: 398-405.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis
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