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Behandlungsmöglichkeit Chemotherapie

Behandlungsmöglichkeit ChemotherapieChemotherapien sind Medikamente, die die Zellteilung unterdrücken. Die verabreichten Medikamente werden als Zellgifte oder Zytostatika bezeichnet und sind schon seit langem Bestandteil einer wirksamen Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Chemotherapien werden in der Regel bereits im Rahmen der Erstbehandlung vor oder nach der Brustkrebsoperation eingesetzt.

Wann kommen Chemotherapien zum Einsatz?

Chemotherapien werden vor allem dann eingesetzt, wenn ein Tumor keine Hormonrezeptoren trägt oder wenn der Tumor nach einer gewissen Zeit nicht mehr auf eine Anti-Hormonbehandlung anspricht.

Eingesetzte Wirkstoffe

Bei einer Chemotherapie können die Medikamente alleine oder in Kombination mit anderen Zytostatika verabreicht werden, wobei die Behandlung mit einem Medikament in der Regel verträglicher ist als mit mehreren Medikamenten..

Weitere Informationen zu den einzelnen Substanzen finden Sie hier.

Kombination mit anderen Behandlungsverfahren

  • Bei Metastasen mit Hormonrezeptoren kommt eine Chemotherapie in Kombination mit einer antihormonellen Behandlung in der Regel erst nach einer alleinigen Hormonbehandlung in Betracht.
  • Sind die Metastasen HER2-positiv, wird zusätzlich zur Chemotherapie eine Behandlung verabreicht, die gegen HER2 wirksam ist. Hier stehen mittlerweile mehrere Medikamente zur Verfügung. Die gemeinsame Gabe dieser Medikamente ist unter Umständen wirksamer als die Gabe der Medikamente alleine.
  • Besitzen die Metastasen keine Hormon- oder HER2-Rezeptoren („triple-negativ“), besteht die Möglichkeit der Kombination mit einem blutgefäßwirksamen Antikörper (Bevacizumab). Diese Behandlung zählt ebenfalls zur zielgerichteten Therapie.

Wie verträglich sind Chemotherapien?

Im Gegensatz zur Operation und Bestrahlung, deren Wirkung auf den Tumor und seine unmittelbare Umgebung beschränkt ist, wirken Chemotherapien auf den gesamten Körper (systemisch). Zytostatika wirken zwar bevorzugt gegen die sich schnell teilenden Krebszellen und töten diese ab. Sie können sich jedoch auch gegen Zellen gesunder Gewebe mit hoher Wachstumsrate richten, z. B. Schleimhautzellen. Dadurch können bestimmte Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel Verdauungsbeschwerden.

Viele Frauen fühlen sich vor allem durch Übelkeit und Erbrechen als häufige Nebenwirkungen von Chemotherapien belastet. Durch die Art der Verabreichung von Chemotherapeutika und durch bestimmte Maßnahmen lassen sich manche Nebenwirkungen lindern.

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO). Brustkrebs. Patientenratgeber zu den AGO-Empfehlungen 2012. Zuckschwerdt, München, 2012.
Albert U-S, et al. Patientenratgeber Brustkrebs II. Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung. „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Krebshilfe e. V. Berlin, 2011.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis
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