Ein Service der Novartis Pharma GmbH.
Login für Fachkreise

Betreiben Sie aktive Brustkrebsvorsorge

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist individuell unterschiedlich, z. B. spielen Vorerkrankungen oder familiäre Vorbelastungen eine Rolle. Wenn Sie wissen, dass Sie ein erhöhtes Risiko haben, können Sie mit Ihrem Arzt ein individuelles Früherkennungsprogramm entwerfen und besonders auf eine gesunde Lebensweise achten.

Mögliche Risikofaktoren für Brustkrebs

Es ist eine ganze Reihe von Risikofaktoren bekannt, welche das Auftreten von Brustkrebs (Mammakarzinom) begünstigen können. Zu ihnen zählen:

  • frühe erste Periode
  • später Beginn der Wechseljahre
  • Erstgeburt im Alter von über 30 Jahren
  • Kinderlosigkeit
  • Alter über 50 Jahre
  • Hormontherapie mit Östrogenen und Gestagenen in und nach den Wechseljahren
  • Übergewicht
  • ein gehäuftes Auftreten von Brust- und/oder Eierstockkrebserkrankungen in der Familie

Nehmen Sie Möglichkeiten zur Früherkennung wahr

Die Früherkennung – und somit die Chance auf eine Heilung der Brustkrebserkrankung – ist besonders wichtig. Es ist daher ratsam, die Brust regelmäßig abzutasten und das Mammographie-Screening wahrzunehmen.

Wenn Sie erblich vorbelastet sind

Erblich bedingter Brustkrebs (z.B. durch Veränderung des p53 Tumorsuppressor- oder „Krebsschutzgens“ oder aber der beiden Tumorsuppressor-Gene BRCA-1 und BRCA-2) kann z.B. durch regelmäßiges Screening (siehe Mammographie) rechtzeitig erkannt, behandelt und geheilt werden. Wenn ein nachweislich sehr hohes Risikos besteht, an Brustkrebs zu erkranken, kann nach sorgfältiger Abklärung die Brust im Einzelfall prophylaktisch entfernt werden.

Beratung und Gentest

Besteht der Verdacht auf ein erhöhtes genetisches Risiko, kann eine genetische Testung sinnvoll sein. Zur Betreuung von Frauen, bei denen der Verdacht auf ein erhöhtes genetisches Risiko für Brust- oder Eierstockkrebs besteht, gibt es spezialisierte Zentren, an die der behandelnde Arzt überweisen kann. Eine Übersicht bietet die Deutsche Krebshilfe, die entsprechende Zentren fördert.

Maßnahmen zur Früherkennung bei erhöhtem genetischen Risiko

Frauen, die von einer Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen betroffen sind, wird empfohlen, an einem Früherkennungsprogramm teilzunehmen, damit im Falle einer Erkrankung schnellstmöglich eine Therapie eingeleitet werden kann. Zur Früherkennung von Brustkrebs wird folgendes Vorgehen empfohlen:

  • Abtasten der Brust einmal pro Monat, am besten unmittelbar nach der Regelblutung
  • Halbjährliche ausführliche Untersuchung der Brust (Begutachten und Abtasten) durch den Frauenarzt
  • In der Regel jährliche Ultraschalluntersuchung der Brust, insbesondere bei jungen Frauen, bei denen die Beurteilung eines Mammographiebefundes durch das dichte Drüsengewebe erschwert wird
  • Jährliche Mammographie beginnend etwa fünf Jahre vor dem frühesten Erkrankungsalter einer Betroffenen aus der Familie oder ab dem 35. Lebensjahr
  • Bei fraglichem Befund der Mammographie zusätzlich eine Kernspinuntersuchung (MRT)
  • Bei verdächtigen oder unklaren Befunden die Sicherstellung der Diagnose mittels einer Gewebeprobe (Biopsie)

Minimieren Sie Ihr Brustkrebsrisiko

Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und das Vermeiden von Schadstoffen wie Nikotin oder Alkohol bietet zwar keine Gewähr dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken, aber das Risiko kann dadurch verringert werden.

 

Dr. Heidemarie Seitz

Quellen:

Krebs in Deutschland 2007 / 2008. 8. Ausgabe, 2012. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg).
Kaufmann M, Loibl S und Solbach C. Brustkrebs. 2010, Verlag: Hirzel, Stuttgart; 3. Auflage.
1. www.bundesaerztekammer.de abgerufen am 05.04.2017.
2. www.brustkrebs-web.de abgerufen am 05.04.2017.
3. www.krebsinformationsdienst.de abgerufen am 05.04.2017.
4. www.deutsche-krebsgesellschaft.de abgerufen am 05.04.2017.
Diese Seite teilen:

Novartis Infoservice Tel.: 01802 – 232300 * Fax: 0911 – 27312160 E-Mail:  infoservice.novartis@novartis.com Unser Infoservice bietet kompetente Beratung und zuverlässige Informationen zu medizinisch-pharmazeutischen Themen.
* Service-Telefon (0,06 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz; max. 0,42 € pro Minute aus dem deutschen Mobilfunknetz) und Fax – wochentags von 8.00 bis 18.00 Uhr