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Biopsie – Eine Gewebeuntersuchung verschafft Klarheit

Hat die radiologische Untersuchung der Brust einen verdächtigen Befund ergeben, so muss dieser Verdacht durch eine Gewebeprobe gesichert oder ausgeschlossen werden. Wenn auch oftmals kein negativer Befund zu Tage tritt, ist eine Gewebeprobe für eine sichere Aussage, ob nun Brustkrebs vorliegt oder nicht, notwendig.

Nur selten ist dafür heute eine offene Operation erforderlich. Meist reicht ein kleiner ambulanter Eingriff aus, um genügend Gewebe zu erhalten.

Eine Gewebeuntersuchung gibt Auskunft über Gut- oder Bösartigkeit

In vielen Fällen kann der Arzt anhand der Ultraschall-, Röntgen- oder gar Kernspin-Aufnahmen noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob es sich bei der Gewebewucherung um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt. Erst eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) kann dann endgültig Klarheit bringen. Sofern dabei tatsächlich ein Mammakarzinom nachgewiesen wird, kann die Biopsie zusätzlich gleich noch eine Reihe weiterer Fragen beantworten, die für die Wahl der Therapie entscheidend sind − etwa ob der Tumor Hormonrezeptoren besitzt und damit einer Hormontherapie zugänglich ist.

Wie wird eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) durchgeführt?

Die Biopsie wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Durch einen kleinen Hautschnitt wird eine Hohlnadel bis zum Tumor vorgeschoben. Ihre exakte Lage kann durch Ultraschallkontrolle (gelegentlich auch durch Röntgen- bzw. kernspintomographische Kontrolle) überprüft werden. Mit speziellen Vorrichtungen, die durch die Hohlnadel eingeführt werden, kann man Gewebeproben entnehmen.

Biopsie-Methoden

Im Wesentlichen werden heute zwei Methoden angewendet: die Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie und die Vakuum-Stanzbiopsie. Bei Ersterer entnimmt man 6-10, bei letzterer zwischen 15 und 36 Gewebeproben. In seltenen Fällen reichen diese Proben nicht für eine sichere Beurteilung aus, so dass in einem etwas größeren Eingriff eine offene Biopsie durchgeführt werden muss. Die Vakuum-Stanzbiopsie weist hier eine höhere Genauigkeit auf, d.h. es muss seltener eine offene Biopsie angeschlossen werden. Zudem ergeben sich bei einer anschließenden Operation auch seltener andere Aussagen zum Tumor als anhand der Biopsie diagnostiziert worden waren. Komplikationen sind bei beiden Verfahren selten: Blutungen oder Infektionen treten höchst selten auf (in weniger als 2 % der Fälle).

Die in der Biopsie gewonnenen Gewebeproben werden von einem Pathologen mikroskopisch untersucht. Von diesem Befund hängt im Wesentlichen ab, welche Therapie die Ärztin/der Arzt vorschlagen wird.

 

Dr. Heidemarie Seitz

Quellen:

Deutsche Krebsgesellschaft: Patientenleitlinie Ersterkrankung und DCIS, 2009, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/Patientenleitlinie_Brustkrebs_1.pdf; abgerufen am 14.05.2013.
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