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„65 plus“ – Brustkrebs im höheren Lebensalter

Brustkrebs im höheren LebensalterBrustkrebs tritt vermehrt bei Frauen im höheren Lebensalter auf. Denn die Diagnose Brustkrebs wird meist im Alter über 60 Jahre gestellt, mehr als ein Viertel der Patientinnen ist über 75 Jahre alt (1).
Es gibt zwar Besonderheiten im Alter, die Ihre Ärztin/Ihr Arzt berücksichtigen wird, aber das Alter, so wie es im Ausweis steht, spielt insgesamt eine untergeordnete Rolle für die Entscheidungen, die nun anstehen. Für die Frage, ob Sie aus medizinischer Sicht „älter“ sind, entscheidet in erster Linie das biologische und weniger das kalendarische Lebensalter, also Antworten auf Fragen wie: Wie fit sind Sie? Wie belastbar sind Sie? Haben Sie weitere gesundheitliche Probleme?

Als rüstige, ältere Patientin mit Brustkrebs können Sie grundsätzlich die gleiche Behandlung erhalten wie eine jüngere Patientin mit Brustkrebs.

Einige Besonderheiten im Alter

Es gibt einige Besonderheiten, die Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt berücksichtigt und mit Ihnen bespricht (2):

  • Sie/er wird mit Ihnen eine besondere „Voruntersuchung“ durchführen, um Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und Ihre Leistungsfähigkeit genau einschätzen zu können.
  • Ältere Menschen leiden häufiger unter weiteren Gesundheitsproblemen und nehmen häufiger Medikamente ein als jüngere. Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt wird Sie genau nach weiteren Erkrankungen und nach den Medikamenten erkundigen, die Sie einnehmen.
  • Sollte Ihr allgemeiner Gesundheitszustand stark eingeschränkt sein, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt die Vor- und Nachteile einer Behandlung mit Ihnen gemeinsam besprechen und gegeneinander abwägen.

Was ändert sich nach den Wechseljahren?

Im Wesentlichen sind für Sie jetzt zwei Aspekte von Bedeutung: Zum einen spielt ein möglicher Kinderwunsch für Sie keine Rolle mehr. Es muss keine Vorsorge mehr getragen werden, dass die Behandlung womöglich Keimdrüsen schädigt, damit Sie nach der Behandlung eventuell noch Kinder bekommen können.

Zum anderen ändert sich nach den Wechseljahren die Art der Anti-Hormontherapie bei hormonempfindlichem, so genanntem Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs: Bei Patientinnen vor den Wechseljahren (in der Fachsprache: prämenopausal) wird unter anderem die Bildung von weiblichen Hormonen – also von Östrogenen und Progesteron – in den Eierstöcken im Rahmen der Behandlung unterdrückt. Nach den Wechseljahren (postmenopausal) muss die Wirkung der weiblichen Hormone auf hormonempfindliche Tumoren verhindert werden. In dieser Lebensphase wird Östrogen jedoch nicht mehr in den Eierstöcken, sondern im Fettgewebe gebildet. Die Wirkung weiblicher Hormone lässt sich durch verschiedene Medikamente blockieren. (2)

Weitere Informationen zur Hormonbehandlung bei Brustkrebs

 

Jan Groh
Letzte Aktualisierung von Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

1. Robert Koch-Institut. Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland. Entwicklung der Prävalenzen zwischen 1990 und 2010. Berlin, 2010.
2. Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO). Brustkrebs. Patientenratgeber zu den AGO-Empfehlungen 2012. Zuckschwerdt, München, 2012.

Foto: Luis Pelaez/Getty Images/Blend Images

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