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Ärztliche Kontrolle

Ärztliche KontrolleSie haben bei Ihrer ersten Erkrankung wahrscheinlich kennengelernt, was Rehabilitation und Nachsorge bedeuten. Bei der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung kommt den Kontrolluntersuchungen eine große Bedeutung zu, da Sie sich hoffentlich über einen langen Zeitraum in ärztlicher Betreuung befinden werden.

Sie sollten sich den Kontrolluntersuchungen gewissenhaft unterziehen, damit Ihre Ärztin/Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen rechtzeitig auf etwaige Änderungen der Krankheitssituation reagieren zu können. Sie haben den Anspruch darauf, langfristig und umfassend betreut zu werden.

Wer betreut Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung?

In der Regel wird Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt (meist die Frauenärztin/der Frauenarzt) oder eine onkologisch tätige Fachärztin/Facharzt die Behandlung koordinieren. Die Beratung und Behandlung erfolgt in der Regel in der gynäkologischen bzw. onkologischen Praxis oder im Brustzentrum oder in einer Fachklinik. In Ihre Betreuung sind auf Brustkrebs spezialisierte Frauenärzte oder Onkologen eingebunden, wobei Ärzte anderer Fachrichtungen, etwa Radiologen, Strahlentherapeuten, Schmerztherapeuten oder Chirurgen, hinzugezogen werden, falls dies angezeigt erscheint.

Mehr Informationen zum Brustkrebsteam

Welche Untersuchungen?

Im Verlauf der Behandlung besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Maßnahmen bei Ihnen angezeigt sind, und entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen. Empfohlen werden z. B. Kontrolltermine meist am Anfang einer Therapie häufiger und dann alle zwei bis vier Monate. Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, die unterschiedliche Kontrollintervalle bedingen. Sobald Beschwerden bei Ihnen auftreten, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen.

Besteht zum Beispiel aufgrund von Beschwerden der konkrete Verdacht, dass die Erkrankung fortschreitet und sich weitere Metastasen gebildet haben, ordnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt die dann notwendigen Untersuchungen an. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird die Behandlung entsprechend anpassen.

Beschwerden lindern, Lebensqualität erhalten

Abgesehen von der Krebsbehandlung im engeren Sinn, die sich gegen den Tumor und die Metastasen richtet, kommt es im fortgeschrittenen Krankheitsstadium auch auf die Linderung von Begleiterscheinungen der Krebserkrankung und der Behandlung an.

So können Schmerzen wirksam durch eine entsprechende Schmerzbehandlung gelindert werden, im Fall von Knochenmetastasten beispielsweise durch den Einsatz von Bisphosphonaten oder Denosumab. Aber auch Beschwerden und Schmerzen, die von Metastasen an anderer Stelle verursacht werden, lassen sich häufig gut in den Griff bekommen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und nehmen Sie ggf. die Hilfe eines Schmerztherapeuten in Anspruch.

Manche Frauen fühlen sich chronisch müde, sind niedergeschlagen oder ziehen sich aus dem Kreis ihrer Angehörigen und Freunde zurück. Bedenken Sie, dass Sie mit ihrer Erkrankung noch viele Jahre leben können. Wäre es nicht schade, diese Lebenszeit nicht erfüllt erleben zu können? Es gibt vielfältige Hilfsmöglichkeiten einschließlich einer psychologischen und sozialen Unterstützung. Weitere Informationen erhalten Sie z. B. von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, von Selbsthilfeorganisationen oder von Ihrer Krankenversicherung.

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Albert U-S, et al. Patientenratgeber Brustkrebs II. Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung. „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Krebshilfe e. V. Berlin, 2011.
Cardoso F et al. 1st international consensus guidelines for advanced breast cancer (ABC 1). Breast 2012; 21: 242-252.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis
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