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Wo kann ich mich behandeln lassen?

Für ihre Erkrankung gibt es Spezialisten, die sich in der Behandlung von Brustkrebs bestens auskennen. Die nötigen Kompetenzen finden Sie entweder in zertifizierten Brustkrebszentren oder in einer gynäkologischen Praxis, die sich auf Onkologie spezialisiert hat. Auch internistische Onkologen, welche allgemein für bösartige feste (solide) Tumoren zuständig sind, wozu auch der Brustkrebs zählt, gehören zu den Spezialisten in der Behandlung von Brustkrebs.

Zertifizierte Brustkrebszentren

Qualität geht vor

Wichtig ist, dass die Erkrankung nach bestimmten Regeln (leitliniengerecht) behandelt wird. Leider ist nicht jede Klinik für die Behandlung von Brustkrebs geeignet. Sie sollten sich bei der Wahl einer geeigneten Klinik nicht danach richten, ob diese schnell und bequem zu erreichen ist, sondern ob diese bestimmte Qualitätsmerkmale vorweisen kann.

Ganz entscheidend ist, dass es sich um eine Einrichtung handelt, die fundierte Erfahrung in der Therapie von Brustkrebs vorweisen kann. Das heißt, je häufiger spezielle Therapien (zum Beispiel Operationen, Chemotherapie) in einer Einrichtung Anwendung finden, umso größer ist die Chance, dass eine ausreichende Erfahrung der Einrichtung mit der erfolgreichen Behandlung von Brustkrebs vorhanden ist.

Auflagen zertifizierter Brustzentren

Ein Brustzentrum muss nachweisen, dass dort pro Jahr mindestens 150 Frauen mit Brustkrebs operiert und mindestens 800 Zyklen Chemotherapie bei erkrankten Frauen durchgeführt werden. Jeder Arzt, der in einem solchen Zentrum Brustkrebspatientinnen operiert, muss mindestens 50 Operationen pro Jahr selbst durchführen. Neben den Erfahrungen eines Zentrums ist es auch wichtig, dass alle erforderlichen Fachärzte (aus der Gynäkologie, Hämatologie, Onkologie, Pathologie, Radiologie und ggf. der Plastischen Chirurgie) und unterstützende Fachkräfte (aus der Psychoonkologie, Physiotherapie etc.) im Haus vertreten sind.

Wählen Sie die bestmögliche Behandlung

Es wird empfohlen, sich zur Behandlung an ein zertifiziertes Brustzentrum zu wenden. Brustkrebszentren, die von der Deutschen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) zertifiziert worden sind, erfüllen diese Kriterien. Die Wahrscheinlichkeit, die bestmögliche Behandlung zu bekommen, ist an zertifizierten Brustzentren am größten. Eines davon befindet sich sicher in Ihrer Nähe!

Adressen zertifizierter Brustzentren:

Eine Adressenliste zertifizierter Brustzentren erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse oder finden Sie im Internet unter:

Gynäkologische Onkologie-Praxen

Der Onkologe (frei übersetzt Krebsarzt) besitzt eine besondere Zertifizierung, die ihn als Spezialist für Krebserkrankungen auszeichnet. Der gynäkologische Onkologe behandelt Patientinnen mit Brustkrebs, Gebärmutterhals-Krebs sowie Frauen mit weiteren bösartigen Erkrankungen der Genitalien. Auf Brustkrebs spezialisierte Gynäko-Onkologen müssen über große Kenntnisse und Erfahrung in der Chirurgie wie auch in der medikamentösen Therapie verfügen. Von der Diagnose bis zur Nachsorge umfasst die Ausbildung alle Teilgebiete und Fachbereiche, die mit gynäkologischen Karzinomen zu tun haben.

Die dreijährige Spezialisierung findet im Rahmen der Facharzt-Weiterbildung statt und wird von der jeweiligen Landesärztekammer in einer Prüfung bestätigt. Frauenärzte mit dieser Weiterbildung sind berechtigt, eine Schwerpunktpraxis Gynäkologische Onkologie zu führen. Die rund 120 Praxen sind im „Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland“ (BNGO) organisiert. Wenn Sie einen Gynäkologischen Onkologen in Ihrer Nähe suchen, wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des BNGO: www.bngo.de.

Internistische Onkologen

Die Onkologie ist die Lehre der bösartigen soliden Tumoren. Internistische Onkologen sind ausschließlich für die medikamentöse Behandlung zuständig. Im Team eines Brustkrebszentrums ist ein internistischer Onkologe unerlässlich. Als niedergelassene Fachärzte sind sie oft für die Behandlung des fortgeschrittenen Brustkrebses zuständig. Eine medikamentöse Behandlung kann jedoch auch vor einer Operation (präoperative Therapie) erfolgen, um der Patientin eventuell eine Brustamputation zu ersparen.

 

Dr. Heidemarie Seitz

Quellen:

Deutsche Krebsgesellschaft: Patientenleitlinie Ersterkrankung und DCIS, 2009, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/Patientenleitlinie_Brustkrebs_1.pdf abgerufen am 05.04.2017.
Ursula Goldmann-Posch, Rita Rosa Martin: Über-Lebensbuch Brustkrebs, Schattauer Verlag, 5. Auflage, 2012.

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