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Diagnose der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung

Diagnose des fortgeschrittenen BrustkrebsesVor der Behandlung steht die Diagnostik: Ist die Brustkrebserkrankung fortgeschritten oder nicht? Welche Beschwerden sprechen für eine fortgeschrittene Erkrankung, was gilt es zu beachten? Es kommt vor, dass Brustkrebs überhaupt zum ersten Mal entdeckt wird, wenn Metastasen Beschwerden verursachen und die Ärztin/der Arzt nach deren Ursache sucht.

Welche Beschwerden können auftreten?

Manche Menschen mit fortgeschrittenem Brustkrebs verspüren gar keine Beschwerden. In diesem Fall werden Metastasen zum Beispiel im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen entdeckt oder durch eine Untersuchung, die aus ganz anderem Anlass durchgeführt wurde.

Andere Patientinnen wiederum haben Beschwerden, die durch eine oder mehrere Metastase(n) verursacht werden. Die Beschwerden hängen in der Regel vom Ort der Metastasierung und der Größe der Metastasen ab:

  • Knochenmetastasen machen sich vor allem durch Schmerzen bemerkbar. Manchmal können Metastasen den Knochen schwächen und anfälliger für Knochenbrüche machen.
  • Lungenmetastasen können meist Symptome wie Kurzatmigkeit, anhaltenden Husten und rasche Ermüdung verursachen. Allerdings fallen die Symptome oft spät auf, da der Tumor viel Lungengewebe befallen haben muss, bevor er die Funktion der Lunge beeinträchtigt.
  • Lebermetastasen führen oft erst spät zu Beschwerden, nämlich dann, wenn der Tumor zunehmend Raum beansprucht und gesundes, funktionstüchtiges Lebergewebe zerstört. Zu den Beschwerden zählen Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Magen-Darm-Beschwerden, Gelbsucht oder Fieber.
  • Gehirnmetastasen können unter anderem lang anhaltende Kopfschmerzen, Lähmungserscheinungen und andere Funktionseinschränkungen sowie Krampfanfälle verursachen.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Hat sich der Verdacht auf Metastasen ergeben, wird die Ärztin/der Arzt diesen Verdacht mit Hilfe spezieller Untersuchungen abklären.

  • Knochenmetastasen: Die Diagnose Knochenmetastasen kann mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung, einer Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder der Knochenszintigraphie gestellt werden.
  • Lungenmetastasen: Die Diagnose wird anhand von Röntgenaufnahmen oder CT gestellt. Genauere Informationen über die Lage und die Ausbreitung der Metastase können mittels Dünnschicht-Spiral-Computertomographie oder ggf. einer Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) erhoben werden.
  • Lebermetastasen: Funktionsstörungen der Leber sind in der Regel mittels Blutuntersuchung nachweisbar. Die eigentliche Diagnose erfolgt dann mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).
  • Hirnmetastasen: Neben einer neurologischen Untersuchung wird in der Regel eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.

Besteht der Verdacht, dass ein lokales oder lokoregionäres Rezidiv vorliegt, untersucht der Arzt in erster Linie die Brust und ihre Umgebung wie bei der Ersterkrankung mittels Tastuntersuchung, Ultraschall, Mammographie, eventuell auch mittels Magnetresonanztomographie (MRT).

Wichtig: die erneute Biopsie

Heute weiß man, dass sich Brustkrebszellen mit der Zeit verändern können. Sie können dann ihre biologischen Eigenschaften und ihre Empfindlichkeit gegenüber Hormonen und Wachstumsfaktoren ändern – oder eben nicht. Die Kenntnis des genauen Brustkrebs-Zellprofils ist daher entscheidend, um eine möglichst zielgenaue Behandlung planen und durchführen zu können.

Dazu sollte, falls möglich, eine Gewebeprobe von aus einer Metastase entnommen werden, auch wenn zuvor bereits einmal eine Gewebeprobe entnommen und untersucht worden war. Das Gewebe wird eingehend durch einen Pathologen untersucht.

Weitere Informationen zur Biopsie

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Albert U-S, et al. Patientenratgeber Brustkrebs II. Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung. „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Krebshilfe e. V. Berlin, 2011.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis
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