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Ihr Behandlungsweg

Ihr BehandlungswegGerade beim fortgeschrittenen Brustkrebs stellt die Behandlung keine Einbahnstraße dar. Es gibt nicht DIE Behandlung für alle Patientinnen gleichermaßen. Das macht die Auswahl der Behandlung zwar vielleicht etwas komplizierter, erlaubt es aber der Ärztin/dem Arzt die Brustkrebszellen wesentlich gezielter zu bekämpfen, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war.

Generell steht bei der Behandlung Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden im Vordergrund: Sie sollen durch die Behandlungen so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

Abklärungen vor Therapiebeginn

Bevor Ihre Ärztin/Ihr Arzt mit der eigentlichen Behandlung startet, werden einige grundlegende Eigenschaften der Krebserkrankung untersucht. Ähnlich wie bei der Ersterkrankung geht es vor allem um die Frage, ob die Krebszellen auf Hormone und/oder bestimmte Wachstumsfaktoren ansprechen. Dies lässt sich durch eine Biopsie und die Untersuchung des Gewebes von Metastasen feststellen.

Viele Wege, viele „Linien“

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Wege in Betracht. Es ist völlig normal und zu erwarten, dass der Tumor nach einer gewissen Zeit nicht mehr auf eine Behandlung anspricht, eine Behandlung nicht mehr vertragen wird oder sich die Eigenschaften des Tumors verändern. Dann ist aber noch lange nicht das Ende der „Fahnenstange“ erreicht.

Im Rahmen einer modernen Behandlungsstrategie werden die zur Verfügung stehenden Medikamente nacheinander eingesetzt, in so genannten Behandlungslinien. Jede Behandlung wirkt über einen gewissen Zeitraum, denn Krebszellen können eine „Resistenz" bilden und dann trotzdem weiter wachsen. Der Wechsel auf ein Medikament oder die Kombination mit einem anderen Medikament mit einem anderen Wirkmechanismus bietet die Chance das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zu verlangsamen.

Wann wird mit welcher Medikamentenklasse behandelt?

  • Heute wird, sofern möglich, bei Brustkrebs, der auf Hormone anspricht (HR-positiv), mit einer antihormonellen Behandlung begonnen.
  • Beim fortgeschrittenen Brustkrebs nach den Wechseljahren kann Everolimus, ein Wirkstoff, der mTOR gezielt hemmt, gemeinsam mit dem Aromatasehemmer Exemestan eingesetzt werden, wenn die Tumorzellen Hormonrezeptoren besitzen. Diese Behandlung kann die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlängern.
  • Brustkrebs, der sogenannte HER2-Rezeptoren besitzt (HER2-positiv), wird mit Medikamenten behandelt, die zielgerichtet einer über diese Antennen vermittelten Zellvermehrung entgegenwirken. Kombinationen sind hierbei je nach Befund möglich.
  • Patientinnen, deren Brustkrebs weder Hormonrezeptoren noch HER2-Rezeptoren aufweist, in der Fachsprache triple-negative Tumoren, werden vor allem mit Chemotherapien und bestimmten Antikörpern behandelt.

Eine Kombinationsbehandlung aus Chemotherapie und anderen Medikamenten wird von Beginn an eingesetzt, wenn die Metastasen sehr rasch wachsen und Organfunktionen bedrohen.

 

Dr. med. Joachim Sauer

Quellen:

Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO). Brustkrebs. Patientenratgeber zu den AGO-Empfehlungen 2012. Zuckschwerdt, München, 2012.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis

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