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Zur Sicherheit: Regelmässige ärztliche Nachsorge

Ärztliche Nachsorge bei BrustkrebsNach Abschluss der Erstbehandlung und der Rehabilitation, die zusammen bis zu einem halben Jahr dauern können, folgt die regelmäßige ärztliche Nachsorge. Nachsorge bedeutet, die Gesundung nachhaltig zu fördern, eventuelle körperliche Folgen der Behandlung zu erkennen und unter Kontrolle zu halten und ein eventuelles Wiederkehren der Erkrankung frühzeitig zu erfassen und sofort zu behandeln.

Wichtige Kontrolltermine wahrnehmen

Die Nachsorge ist als langfristige medizinische Betreuung gedacht, die die Erfordernisse der Erkrankung stets im Blick behält. Wenn die Patientinnen auch lernen sollten, ihre Krankheit zu vergessen, so sollten sie dennoch die in bestimmten Abständen notwendigen Kontrollen des Arztes nicht vernachlässigen.

Die Zeitspanne der Nachsorge umfasst etwa zwanzig Jahre. In den ersten fünf Jahren liegt der Schwerpunkt tatsächlich auf der Krebsnachsorge. Danach entsprechen die Untersuchungen eher wieder einer regelmäßigen Krebsfrüherkennung und somit zunehmender Normalisierung.

Häufigkeit und Art der Untersuchungen

Die ersten drei Jahre nach Abschluss der Erstbehandlung sollten Sie alle drei Monate zur Nachsorgeuntersuchung gehen. In den folgenden zwei Jahren alle sechs Monate und danach einmal jährlich.

Der Untersuchungsplan zur Nachsorge richtet sich nach dem jeweiligen Tumorstadium und Behandlungsergebnis. Zu Beginn jeder Kontrolluntersuchung steht immer das ausführliche Gespräch über Ihr körperliches und seelisches Befinden. Bei Beschwerden folgt die körperliche Untersuchung. So ist z. B. darauf zu achten, ob sich ein Lymphödem gebildet hat oder ob Verdacht auf eine Osteoporose besteht. Bildgebende Diagnoseverfahren wie die Computertomographie oder auch eine Szintigraphie können hierbei zum Einsatz kommen.

Hinsichtlich der Brust bleibt die Mammographie grundsätzlich die wichtigste Untersuchung, welche je nach Operation unterschiedlich häufig durchgeführt werden sollte:

  • Nach brusterhaltender OP ist in den ersten drei Jahren halbjährlich, danach jährlich eine Mammographie der operierten sowie jährlich der gesunden Brust notwendig.
  • Nach Abnahme der Brust wird einmal jährlich eine Mammographie der gesunden Brust durchgeführt.
  • Welche Klinik ist für mich die richtige?

Die Nachsorgekliniken sind über ganz Deutschland verbreitet. Sie sollten sich bei der Wahl immer die Frage stellen, welche der zahlreichen Kliniken Ihren Rehabilitationsproblemen am ehesten gerecht wird. Es gibt auf der einen Seite Kliniken, die eher erholungsorientiert aufgebaut sind, in denen jedoch ein geringeres spezifisches medizinisch-onkologisches, psychisches, soziales oder berufliches Rehabilitations-Know-how angeboten wird.

Es gibt − als anderes Extrem – hochspezialisierte onkologische Rehabilitationskliniken, die auf Ihre medizinischen oder psychischen, sozialen oder gar beruflichen Probleme bestens eingehen können. Auf keinen Fall sollten Sie in der "Nachkur" nur die Möglichkeit einer weitgehend kostenfreien Erholung bzw. eines Urlaubs ("Kurlaub") sehen!

Entscheidung in Absprache mit Arzt und Patientin

Grundsätzlich entscheiden die Leistungsträger und Finanziers der Rehabilitation (Rentenversicherung, Krankenkassen) darüber, welche Nachsorgeklinik die für Sie geeignetste ist. Häufig wird allerdings dann Ihren Wünschen stattgegeben, wenn diese begründet sind. Zumeist hat Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder zumindest die Sozialarbeiterin/der Sozialarbeiter eine Adressenliste von Kliniken zur Anschlussheilbehandlung (AHB) und Tumornachsorge. Wenn nicht, so ist eine derartige Adressenliste über die Deutschen Rentenversicherung (10704 Berlin, Postfach) oder über die für Sie zuständige Landesversicherungsanstalt (LVA) zu erhalten.

Hier finden Sie Informationen zu Tumorzentren in Deutschland

 

Dr. Heidemarie Seitz

Quellen:

Kaufmann M, Loibl S und Solbach C. Brustkrebs. 2010, Verlag: Hirzel, Stuttgart; 3. Auflage.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis
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