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Nach der Ersttherapie: Die medizinische Rehabilitation

Rehabilitation bei BrustkrebsIm Anschluss an die Ersttherapie folgt oft eine Rehabilitation, die ambulant oder stationär durchgeführt werden kann und zusammen mit der Erstbehandlung in der Regel bis zu einem halben Jahr dauert. Im Anschluss an diese Rehabilitationsphase folgt die ärztliche Nachsorge welche sich über ca. zwanzig Jahre erstreckt.

Ziel der Rehabilitationsmaßnahmen ist es, durch die Erkrankung ausgelöste körperliche, soziale und berufliche Einschränkungen zu behandeln bzw. vorzubeugen. Daneben sollen sie den Patientinnen bei der Bewältigung ihrer Krankheit und im Alltagsleben Unterstützung bieten.

Die Kosten für die Rehabilitation bei Brustkrebspatientinnen werden vor allem von den Kranken- und Rentenversicherungen übernommen. Welche Versicherung zum Tragen kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählt u. a., ob der Einstieg in das Berufsleben angestrebt wird.

Rehabilitation: stationär oder ambulant?

Die Rehabilitation kann stationär/teilstationär oder ambulant durchgeführt werden. Ambulante Rehaeinrichtungen bieten vor Ort und in kompetenter Form medizinische, physiotherapeutische, psychische, ernährungstherapeutische, soziale, berufliche und andere wichtige Rehaangebote an. Daneben gibt es die stationären Einrichtungen. Ob eine ambulante oder stationäre Behandlung in Frage kommt, hängt von den individuellen Voraussetzungen der Patientin und den örtlichen Gegebenheiten (gibt es z. B. geeignete ambulante Einrichtungen in Wohnortnähe) ab.

Bei Brustkrebspatientinnen ist eine ganzheitliche Rehabilitation unter Berücksichtigung der Krankheit, der medikamentösen Therapie, der hormonellen Ausfallsstörungen, der Ernährung und auch der psychosozialen Situation notwendig.

Stationäre Rehabilitation: umfassendes Therapiekonzept

Während eines stationären Aufenthalts in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik werden umfassende Rehabilitationsmöglichkeiten geboten. Speziell geschultes Personal, das die Probleme von Brustkrebspatientinnen kennt, steht den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Ein weiterer Vorteil: Hier können die Frauen ihre Erfahrungen untereinander austauschen und werden rund um die Uhr betreut.

Die ganzheitlichen Maßnahmen einer stationären Rehabilitation umfassen:

  • Physiotherapie (Krankengymnastik, manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie u. a.)
  • Psychotherapie
  • Ergotherapie
  • Körperlich-seelische Entspannungsverfahren
  • Informationen über eine gesunde Lebensweise und sozialrechtliche Beratung

Teilstationäre Rehabilitation: abends zu Hause

Bei der teilstationären Rehabilitation suchen die Patientinnen das Rehabilitationszentrum nur während der Therapiezeiten auf, also von morgens bis nachmittags. Die Abende sowie die Wochenenden verbringen sie in der gewohnten häuslichen Umgebung. Für Patientinnen, die in der Nähe einer derartigen Rehabilitationsklinik wohnen und die sich körperlich relativ fit fühlen, ist dies sicherlich ein sehr attraktives Angebot, das jedoch leider nicht überall verfügbar ist. Sie können sich z. B. bei Ihrer Krankenkasse oder bei der Rentenversicherung darüber informieren, ob eine teilstationäre Rehabilitation in der Nähe Ihres Wohnortes möglich ist.

Seelische Hilfe ist wichtig

So manche Patientinnen benötigen seelische Hilfen; sie brauchen Rat. In den entsprechenden Rehabilitationskliniken werden auf die Probleme Brustkrebsoperierter spezialisierte Gruppen- und Einzelberatungen angeboten. Autogenes Training, Gespräche und Anleitungen zur allgemeinen Gesundheitsbildung, zur Ernährung, zu Bewegung und Freizeitgestaltung sowie zu allgemeinen Nachsorge- und Vorsorgemaßnahmen und beruflichen Problemen runden das Programm ab. Es ist sehr wichtig, dass auch Angehörige in die Rehabilitation mit einbezogen werden.

Parallele onkologische Betreuung

Die Patientinnen müssen parallel zur Rehabilitation onkologisch betreut werden. Es kommen daher nur Rehabilitationsinstitutionen in Frage, in denen die Ärzte eine entsprechende Fachausbildung haben und Erfahrungen mit der Chemo- und Radiotherapie Brustkrebsoperierter vorweisen können. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum und den Akutkrankenhäusern, in denen die erste Krebstherapie erfolgt, ist sehr wichtig.

 

21.05.2013, Dr. Heidemarie Seitz

Quellen:

Kaufmann M, Loibl S und Solbach C. Brustkrebs. 2010, Verlag: Hirzel, Stuttgart; 3. Auflage.
Deutsche Krebsgesellschaft: Patientenleitlinie Ersterkrankung und DCIS, 2009, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/Patientenleitlinie_Brustkrebs_1.pdf abgerufen am 05.04.2017.

Foto: © Novartis Pharma GmbH, Bilddatenbank Novartis

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